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Literatur: Susanne Asche, Ernst Otto Bräunche, Jochen Karl Mehldau: Straßennamen in Karlsruhe, Karlsruhe 1994, S. 210 (= Karlsruher Beiträge Nr. 7); Erich Lacker: Zielort Karlsruhe. Die Luftangriffe im Zweiten Weltkrieg, Karlsruhe 2005, 2. Auflage (= Veröffentlichungen des Karlsruher Stadtarchivs Bd. 18); Edmund Sander: Karlsruhe. Einst und Jetzt in Wort und Bild, Karlsruhe 1911, S. 131.
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Literatur: Susanne Asche, Ernst Otto Bräunche, Jochen Karl Mehldau: Straßennamen in Karlsruhe, Karlsruhe 1994, S. 210 (= Karlsruher Beiträge Nr. 7); Erich Lacker: Zielort Karlsruhe. Die Luftangriffe im Zweiten Weltkrieg, Karlsruhe 2005, 2. Auf. (= Veröffentlichungen des Karlsruher Stadtarchivs Bd. 18); Edmund Sander: Karlsruhe. Einst und Jetzt in Wort und Bild, Karlsruhe 1911, S. 131.

Aktuelle Version vom 14. November 2018, 18:39 Uhr


Überwölbung des Landgrabens im Verlauf der Kapellenstraße mit Blick Richtung Durlacher Tor, 1919, Stadtarchiv Karlsruhe 8/PBS oXIVb 665.
Foto: Roland Feitenhansl 2014.
Foto: Roland Feitenhansl 2014.

Kapellenstraße

Die Kapellenstraße liegt in der östlichen Innenstadt, am Rand der ehemaligen Tagelöhnersiedlung Dörfle. Sie führt vom Durlacher Tor in südwestlicher Richtung zum Mendelssohnplatz und passiert dabei die Waldhornstraße. Sie wurde Ende des 19. Jahrhunderts entlang des Landgrabens angelegt und 1882 nach der Kapelle des ehemaligen zweiten Karlsruher Friedhofs auf ihrer Südostseite benannt. Zuvor hieß sie Weinbrennerstraße. Die Anlage der Kapellenstraße war möglich nach dem Abbruch der Insel und der Überwölbung des Landgrabens. Lange Zeit befand sich an ihrem Südende der Bahnhof (Nr. 9) der schmalspurigen Lokalbahn, die 1891-1932 durch die Kapellenstraße von Spöck nach Durmersheim fuhr. Die hier auffällige Verbreiterung der Straße ist aber vor allem dem Verlauf des Landgrabens darunter geschuldet.

Die Nordwestseite ist dicht bebaut, zum größten Teil mit vier- bis fünfgeschossigen Mietshäusern aus der Zeit um 1900. Dazwischen stehen einige wenige Gebäude aus der Zeit nach 1945 mit fünf Geschossen bei gleicher Traufhöhe. Im Gebäude Kapellenstraße 54 befindet sich heute das Gemeindehaus der Evangelisch-Lutherischen Gemeinde, welche seit 1882 die Friedhofskapelle nutzt (seit 2012 Simeon-Kirche genannt). Die Südostseite säumen der Seitenflügel eines Autohauses (Gottesauer Straße 6), die Schillerschule, 1905 von August Stürzenacker (1871-1943; Nr. 11), der Park des Alten Friedhofs mit der namengebenden Kapelle, 1842 von Friedrich Eisenlohr (1805-1854) und der Gruftenhalle, 1843 von Karl Friedrich Kuentzle, 1801- um 1870), sowie das ehemalige Landesvermessungsamt Baden-Württemberg, 1938 erbaut als Arbeitsamt im neoklassizistischen Stil von Robert Amann (1881-1954; Nr. 17).

Die Straßenbahngleise in der Nachfolge der Lokalbahngleise (bzw. 1920-1933 als Dreischienengleis) werden planmäßig nicht befahren. Sie dienen aber regelmäßig als Umleitungsstrecke während des jährlichen Faschingsumzugs, sowie bei anderen Störungen oder Baustellen im Netz.

Roland Feitenhansl 2013

Literatur

Literatur: Susanne Asche, Ernst Otto Bräunche, Jochen Karl Mehldau: Straßennamen in Karlsruhe, Karlsruhe 1994, S. 210 (= Karlsruher Beiträge Nr. 7); Erich Lacker: Zielort Karlsruhe. Die Luftangriffe im Zweiten Weltkrieg, Karlsruhe 2005, 2. Auf. (= Veröffentlichungen des Karlsruher Stadtarchivs Bd. 18); Edmund Sander: Karlsruhe. Einst und Jetzt in Wort und Bild, Karlsruhe 1911, S. 131.