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Fröhlich hatte Mitte 1930 wegen parteischädigenden Verhaltens allerdings zurücktreten müssen. Die SA wurde nun kurz von dem NSDAP-<lex id="ins-1520">Landtagsabgeordneten</lex> Karl Lenz geleitet, ehe dessen Nachfolger als Landtagsabgeordneter Wilhelm Freiherr Marschall von Bieberstein die SA-Führung übernahm. Unter seiner Führung verdoppelte sich die Mitgliederstärke der badischen SA, am 1. Mai 1931 waren es 3.400. Im August 1931 übernahm dann Oberleutnant Hanns Ludin, der im Vorjahr wegen seiner Tätigkeit für die NSDAP als einer der drei Angeklagten im Ulmer Reichswehrprozess ins Blickfeld der Öffentlichkeit geraten war, die Führung der badischen SA. |
Fröhlich hatte Mitte 1930 wegen parteischädigenden Verhaltens allerdings zurücktreten müssen. Die SA wurde nun kurz von dem NSDAP-<lex id="ins-1520">Landtagsabgeordneten</lex> Karl Lenz geleitet, ehe dessen Nachfolger als Landtagsabgeordneter Wilhelm Freiherr Marschall von Bieberstein die SA-Führung übernahm. Unter seiner Führung verdoppelte sich die Mitgliederstärke der badischen SA, am 1. Mai 1931 waren es 3.400. Im August 1931 übernahm dann Oberleutnant Hanns Ludin, der im Vorjahr wegen seiner Tätigkeit für die NSDAP als einer der drei Angeklagten im Ulmer Reichswehrprozess ins Blickfeld der Öffentlichkeit geraten war, die Führung der badischen SA. |
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Im Oktober 1930 hatte das LPA berichtet, dass die inzwischen in zehn Standarten untergliederte SA den Aufschwung der NSDAP mitgemacht habe. Die mit der SA verbundene Gefahr sah man durchaus, denn: "Sehr bedenklich erscheint auch die bewußte Züchtung eines übersteigerten Selbstbewußtseins bei den (meist jungen) SA-Leuten durch die Führung; dadurch werden nicht nur Überheblichkeit und ein krankhaftes Geltungsbedürfnis hervorgerufen, sondern auch die Bereitschaft zu Unduldsamkeiten und Gewalttätigkeiten geschaffen." Ein Jahr später hatte die Karlsruher SA circa 500 Mitglieder in vier Stürmen, wobei das Landespolizeiamt feststellte: "Das Gros der S.A. bilden, wie das Beispiel von Karlsruhe zeigt, Kaufleute und Handarbeiter; jedenfalls sind Arbeiter in der S.A. weit stärker vertreten als in der eigentlichen Partei. Bewaffnet ist die S.A. als solche nicht; bei einzelnen Angehörigen sind schon wiederholt Schuß- und Hiebwaffen festgestellt worden." Im Oktober wurde die SA in drei Standarten in Heidelberg, Karlsruhe und Mannheim eingeteilt. Der zu Mittelbaden gehörende Sturmbann I 109 Karlsruhe hatte sechs Stürme. |
Im Oktober 1930 hatte das LPA berichtet, dass die inzwischen in zehn Standarten untergliederte SA den Aufschwung der NSDAP mitgemacht habe. Die mit der SA verbundene Gefahr sah man durchaus, denn: "Sehr bedenklich erscheint auch die bewußte Züchtung eines übersteigerten Selbstbewußtseins bei den (meist jungen) SA-Leuten durch die Führung; dadurch werden nicht nur Überheblichkeit und ein krankhaftes Geltungsbedürfnis hervorgerufen, sondern auch die Bereitschaft zu Unduldsamkeiten und Gewalttätigkeiten geschaffen." Ein Jahr später hatte die Karlsruher SA circa 500 Mitglieder in vier Stürmen, wobei das Landespolizeiamt feststellte: "Das Gros der S.A. bilden, wie das Beispiel von Karlsruhe zeigt, Kaufleute und Handarbeiter; jedenfalls sind Arbeiter in der S.A. weit stärker vertreten als in der eigentlichen Partei. Bewaffnet ist die S.A. als solche nicht; bei einzelnen Angehörigen sind schon wiederholt Schuß- und Hiebwaffen festgestellt worden." Im Oktober wurde die SA in drei Standarten in Heidelberg, Karlsruhe und Mannheim eingeteilt. Der zu Mittelbaden gehörende Sturmbann I 109 Karlsruhe hatte sechs Stürme. Ende 1931 bat die SA-Leitung um Bücherspenden für ein badisches SA-Heim, das Ende des Jahres in der Gaststätte Karlsburg in der <lex id="top-0024">Akademiestraße</lex> 30 entstanden war. |
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Die Gefahr, die von der SA ausging, war dem Landespolizeiamt und der badischen Regierung durchaus bewusst. Sie verhängte deshalb auch wiederholt Uniformverbote und verbot Gelände- und Ordnungsübungen. Als die neue Regierung von Papen am 14. Juni 1932 ein noch von der Vorgängerregierung Brüning im April reichsdweit verhängtes Verbot der SA aufhob, um den potentiellen Kolationspartner NSDAP nicherbort zu verärgern, reagierte die badische Regierung mit einem allgemeinen Demonstrationsverbot, einem Uniformverbot und dem Verbot von Geländeübungen unter freiem Himmel. |
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| ⚫ | Ende 1931 bat die SA-Leitung um Bücherspenden für ein badisches SA-Heim, das Ende des Jahres in der Gaststätte Karlsburg in der <lex id="top-0024">Akademiestraße</lex> 30 entstanden war. |
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| ⚫ | Ende 1931 bat die SA-Leitung um Bücherspenden für ein badisches SA-Heim, das Ende des Jahres in der Gaststätte Karlsburg in der <lex id="top-0024">Akademiestraße</lex> 30 entstanden war. Zu dieem Zeitpunkt soll die badische SA 15.000 Mitglieder gehabt haben, die Zahl für Karlsruhe ist nicht bekannt. Zu offenen Spannungen zwischen SA-Führung und Gauleitung kam es in Baden nicht, obwohl Wagner die SA immer mit einem gewissen Misstrauen beobachtet und deshalb auch die SA-Mitgliedsbeiträge relativ hoch angesetzt haben soll. Ende 1932 monierte Wagner in einem Beschwerdeschreiben an die Landesinspektion Südwest der Reichsleitung den einer Meinung nach mangenlnden Einsatzes der SA bei der Reichstagswahl im November und stellte fest, dass die SA zwar paramilitärisch ausgebildet werden müsse, sie sich aber auch werbend für die Partei einzusetzen habe und zwar nicht nur in geschlossener Formation, sondern auch einzeln. Erst 1934, nach der Entmachtung der SA im Gefolge des angeblichen Röhm-Putsches sah Wagner die Gefahr als gebannt. |
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Nach der Übertragung der Macht auf die NSDAP und der letzten mit Einschränkungen demokratischen Reichstagswahl am 5. März 1933 – an den massiven Beeinträchtigungen des Wahlkampfes der gegnerischen Parteien war die SA maßgeblich beteiligt - übernahm die SA zeitweise Polizeifunktionen. Sie war nun an allen verbrecherischen Aktionen der neuen Machthaber beteiligt: der Verhaftung demokratischer Politiker, dem <lex id="ereig-0219">Boykott</lex> <lex id="ereig-0048">jüdischer</lex> Geschäfte am 1. April, der Zerstörung der Synagogen in der <lex id="ereig-0224">Reichspogromnacht</lex> am 9. November 1938. Den Mord an <lex id="bio-0541">Ludwig Marum</lex> in der Nacht vom 28. auf den 29. März begingen der SA-Hauptsturmführer und <lex id="ins-1480">Gestapokommissar</lex> Karl Sauer und drei weitere SA-Leute. |
Nach der Übertragung der Macht auf die NSDAP und der letzten mit Einschränkungen demokratischen Reichstagswahl am 5. März 1933 – an den massiven Beeinträchtigungen des Wahlkampfes der gegnerischen Parteien war die SA maßgeblich beteiligt - übernahm die SA zeitweise Polizeifunktionen. Sie war nun an allen verbrecherischen Aktionen der neuen Machthaber beteiligt: der Verhaftung demokratischer Politiker, dem <lex id="ereig-0219">Boykott</lex> <lex id="ereig-0048">jüdischer</lex> Geschäfte am 1. April, der Zerstörung der Synagogen in der <lex id="ereig-0224">Reichspogromnacht</lex> am 9. November 1938. Den Mord an <lex id="bio-0541">Ludwig Marum</lex> in der Nacht vom 28. auf den 29. März begingen der SA-Hauptsturmführer und <lex id="ins-1480">Gestapokommissar</lex> Karl Sauer und drei weitere SA-Leute. |
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Version vom 7. September 2025, 16:29 Uhr
Sturmabteilung (SA)
Die im November 1920 in München als Turn- und Sportabteilung gegründete paramilitärische Abteilung der Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei (NSDAP) wurde im Oktober 1921 in Sturmabteilung (SA) umbenannt. Sie übernahm zunächst den Saalschutz eigener Versammlungen, war dann aber vor allem in der Endphase der Weimarer Republik bei Straßenschlachten und der Störung gegnerischer Parteiveranstaltungen im Einsatz. Die SA wurde im Laufe der 1920er-Jahre auch in Baden zum Sammelbecken, in dem nahezu alle rechten, gegen die Weimarer Republik gegründeten Kampfverbände früher oder später aufgingen. In Karlsruhe und Baden sind aus der Frühzeit der NSDAP vor deren Verbot 1922 keine Aktivitäten der SA bekannt.
Das Badische Landespolizeiamt (LPA) berichtete erst im Oktober 1924, dass in Baden und auch in Karlsruhe der Hauptmann Ernst Röhm, der spätere Stabschef der SA, versuche, die SA unter dem Namen Frontbann aufzubauen. Der am 17. September nach Karlsruhe zugezogene, spätere NSDAP-Gauleiter Robert Wagner distanziere sich aber von Röhm, da er von Adolf Hitler den Auftrag bekommen habe, den Frontkriegerbund in Baden aufzubauen. Offensichtlich wurde aus diesem dann rasch der Schlageterbund (Frontkriegerbund). Die größte Ortsgruppe im März 1925 war die in Pforzheim mit 500 Personen, darunter die ehemaligen Mitglieder des Wehrwolf Pforzheim, gefolgt von Karlsruhe mit 300 Mitgliedern. Der Schlageterbund war eindeutig zunächst eine Tarnorganisation der NSDAP bzw. der SA, existierte dann noch eine Zeitlang neben der NSDAP und der SA, ging schließlich in letzterer auf.
Die Entwicklung der SA verlief in der zweiten Hälfte der 1920er-Jahre in Baden und Karlsruhe, ähnlich wie die der NSDAP, zunächst nur schleppend. Noch im Frühjahr 1927 beklagte Gauleiter Wagner deren Rückständigkeit in Bezug auf Mitglieder und Organisationsstruktur. Der Führer der SA, Oberleutnant a. D. Windgassen, war umstritten, referierte aber noch auf der Führertagung der NSDAP am 7. Oktober 1928 als Gau-SA-Führer (Gausaf) über SA-Fragen. Die Geschäftsstelle der Gau-SA-Leitung befand sich in der Vorholzstraße 43 bei Standartenführer Franz Becke, von Beruf Kaufmann. Wenig später muss Windgassen durch Major a. D. Max Fröhlich ersetzt worden sein, dem erste Schritte bei der Reorganisation der SA gelangen.
Am 1. Februar 1929 berichtete das LPA zunächst speziell über die SA in Baden, dass "die S.A. der N.S.D.A.P. in ihrer Betätigung und Entwicklung der sorgfältigen Beobachtung durch die staatlichen Organe bedürfe. Die durch die sozialen und wirtschaftlichen Nöte begünstigten Ausschreitungen in verschiedenen Teilen des Reiches, die rechts und links in den letzten Wochen zu einer weiteren Radikalisierung des öffentlichen Lebens geführt haben, lassen es zur Erleichterung der staatlichen Abwehr geboten erscheinen, nähere Einzelheiten über die S.A. mitzuteilen." Die SA sei in Baden inzwischen auf 1.200 Mitglieder angewachsen, die auf fünf Standarten in Karlsruhe, Mannheim, Heidelberg, Freiburg und Eberbach verteilt seien. Damit liege die SA des Gaus Baden an 13. Stelle im Deutschen Reich.
Karlsruher SA-Männer waren in der Endphase der Weimarer Republik an allen handgreiflichen Auseinandersetzungen und Überfällen auf gegnerische Parteimitglieder beteiligt, so etwas an der Hölzschlacht oder der Schlägerei im Darmstädter Hof, als NSDAP-Mitglieder unter Führung von Gauleiter Robert Wagner eine Delegation der internationalen Arbeitsgemeinschaft der Eisenbahnbeamten überfielen. Es gab auch einen Toten, als am 26. Mai 1931 der Lahrer SA-Mann Paul Billet zu Tode kam.
Fröhlich hatte Mitte 1930 wegen parteischädigenden Verhaltens allerdings zurücktreten müssen. Die SA wurde nun kurz von dem NSDAP-Landtagsabgeordneten Karl Lenz geleitet, ehe dessen Nachfolger als Landtagsabgeordneter Wilhelm Freiherr Marschall von Bieberstein die SA-Führung übernahm. Unter seiner Führung verdoppelte sich die Mitgliederstärke der badischen SA, am 1. Mai 1931 waren es 3.400. Im August 1931 übernahm dann Oberleutnant Hanns Ludin, der im Vorjahr wegen seiner Tätigkeit für die NSDAP als einer der drei Angeklagten im Ulmer Reichswehrprozess ins Blickfeld der Öffentlichkeit geraten war, die Führung der badischen SA.
Im Oktober 1930 hatte das LPA berichtet, dass die inzwischen in zehn Standarten untergliederte SA den Aufschwung der NSDAP mitgemacht habe. Die mit der SA verbundene Gefahr sah man durchaus, denn: "Sehr bedenklich erscheint auch die bewußte Züchtung eines übersteigerten Selbstbewußtseins bei den (meist jungen) SA-Leuten durch die Führung; dadurch werden nicht nur Überheblichkeit und ein krankhaftes Geltungsbedürfnis hervorgerufen, sondern auch die Bereitschaft zu Unduldsamkeiten und Gewalttätigkeiten geschaffen." Ein Jahr später hatte die Karlsruher SA circa 500 Mitglieder in vier Stürmen, wobei das Landespolizeiamt feststellte: "Das Gros der S.A. bilden, wie das Beispiel von Karlsruhe zeigt, Kaufleute und Handarbeiter; jedenfalls sind Arbeiter in der S.A. weit stärker vertreten als in der eigentlichen Partei. Bewaffnet ist die S.A. als solche nicht; bei einzelnen Angehörigen sind schon wiederholt Schuß- und Hiebwaffen festgestellt worden." Im Oktober wurde die SA in drei Standarten in Heidelberg, Karlsruhe und Mannheim eingeteilt. Der zu Mittelbaden gehörende Sturmbann I 109 Karlsruhe hatte sechs Stürme. Ende 1931 bat die SA-Leitung um Bücherspenden für ein badisches SA-Heim, das Ende des Jahres in der Gaststätte Karlsburg in der Akademiestraße 30 entstanden war.
Die Gefahr, die von der SA ausging, war dem Landespolizeiamt und der badischen Regierung durchaus bewusst. Sie verhängte deshalb auch wiederholt Uniformverbote und verbot Gelände- und Ordnungsübungen. Als die neue Regierung von Papen am 14. Juni 1932 ein noch von der Vorgängerregierung Brüning im April reichsdweit verhängtes Verbot der SA aufhob, um den potentiellen Kolationspartner NSDAP nicherbort zu verärgern, reagierte die badische Regierung mit einem allgemeinen Demonstrationsverbot, einem Uniformverbot und dem Verbot von Geländeübungen unter freiem Himmel.
Ende 1931 bat die SA-Leitung um Bücherspenden für ein badisches SA-Heim, das Ende des Jahres in der Gaststätte Karlsburg in der Akademiestraße 30 entstanden war. Zu dieem Zeitpunkt soll die badische SA 15.000 Mitglieder gehabt haben, die Zahl für Karlsruhe ist nicht bekannt. Zu offenen Spannungen zwischen SA-Führung und Gauleitung kam es in Baden nicht, obwohl Wagner die SA immer mit einem gewissen Misstrauen beobachtet und deshalb auch die SA-Mitgliedsbeiträge relativ hoch angesetzt haben soll. Ende 1932 monierte Wagner in einem Beschwerdeschreiben an die Landesinspektion Südwest der Reichsleitung den einer Meinung nach mangenlnden Einsatzes der SA bei der Reichstagswahl im November und stellte fest, dass die SA zwar paramilitärisch ausgebildet werden müsse, sie sich aber auch werbend für die Partei einzusetzen habe und zwar nicht nur in geschlossener Formation, sondern auch einzeln. Erst 1934, nach der Entmachtung der SA im Gefolge des angeblichen Röhm-Putsches sah Wagner die Gefahr als gebannt.
Nach der Übertragung der Macht auf die NSDAP und der letzten mit Einschränkungen demokratischen Reichstagswahl am 5. März 1933 – an den massiven Beeinträchtigungen des Wahlkampfes der gegnerischen Parteien war die SA maßgeblich beteiligt - übernahm die SA zeitweise Polizeifunktionen. Sie war nun an allen verbrecherischen Aktionen der neuen Machthaber beteiligt: der Verhaftung demokratischer Politiker, dem Boykott jüdischer Geschäfte am 1. April, der Zerstörung der Synagogen in der Reichspogromnacht am 9. November 1938. Den Mord an Ludwig Marum in der Nacht vom 28. auf den 29. März begingen der SA-Hauptsturmführer und Gestapokommissar Karl Sauer und drei weitere SA-Leute.
Mit der neuen, noch 1933 eingeführten Struktur war die Standarte 109 mit fünf Sturmbannen Teil der SA-Brigade 53 Baden-Nord. Bei keiner Parteiveranstaltung in der Zeit der nationalsozialistischen Herrschaft fehlten SA-Männer, die immer für die Massenaufmärsche in der badischen Gauhauptstadt bereitstanden. Allerdings verlor die SA nach 1934 immer mehr an Einfluss zugunsten der Schutzstaffeln (SS), die lange Teil der SA waren.
Als die NSDAP-Gauleitung 1943 nach Straßburg verlegt wurde, blieben die SA-Dienststellen in Karlsruhe.
Quellen
GLA 309/6160-6161; STAF A 96/1 1617, https://www2.landesarchiv-bw.de/ofs21/bild_zoom/thumbnails.php?bestand=22869&id=2369155&syssuche=1617&logik=und; Karlsruher Zeitungen, https://digital.blb-karlsruhe.de/zeitungen/topic/view/7756828 (Zugriff jeweils am 28. August 2025).
Literatur
Ernst Otto Bräunche: Die Entwicklung der NSDAP in Baden bis 1932/33, in: Zeitschrift für die Geschichte des Oberrheins (ZGO) Bd. 125, NF 86, 1977, S. 331-375; ders.: Die NSDAP in Baden 1928-1933 - Der Weg zur Macht, in: Thomas Schnabel (Hrsg.): Die Machtergreifung in Südwestdeutschland. Das Ende der Weimarer Republik in Baden und Württemberg 1928-1933, Stuttgart 1983, S. 15-48, S. 34f.; Johnpeter Horst Grill: The Nazi Movement in Baden,1920-1945, The University of North Carolina Press, Chapel Hill 1983, S. 209-215.